Mentoring-Programm am HeiG von 2009 bis 2014 - Eine Erfolgsgeschichte 

Seit 2009 existiert am Heisenberg-Gymnasium das Mentoring Programm, eine   einzigartige Zusammenarbeit zwischen Schule und Stadt, ein absolut außergewöhnliches Netzwerk zur individuellen Förderung von leistungsstarken Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und Jugendlichen aus den Aktionsräumen Dortmund-Eving, Dortmund-Scharnhorst und Innenstadt –Nord, ein immer wieder sich weiterentwickelndes und inhaltlich wachsendes Programm, an dem LehrerInnen des HeiG, ehrenamtlich arbeitende Mentoren und Mentorinnen, die Aktionsraumbeauftragte, ein professioneller Coach „Zukunftswerkstatt“ sowie die Stiftung Westfaleninitiative sehr erfolgreich mitarbeiten bzw. ihr Know-How zur Verfügung stellen. Ziel ist es die Jugendlichen zu begleiten, Hilfestellung zu geben bei der Schullaufbahn, der Planung universitärer Bildungsgänge oder einer beruflichen Ausbildung.

Nicht die Herkunft sollte über die Bildungschancen entscheiden, sondern die Leistung.

Aus dieser Motivation heraus entstand im Schuljahr 2010/2011 ein bis dahin einmaliges, selbst organisiertes Mentoring-Programm.

Das erste, sehr erfolgreiche Projekt, beschränkte sich auf Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte. Im Schuljahr 2011/12 startete der zweite Durchgang des Projektes mit neuen männlichen Schülern. Eine wesentliche Veränderung in diesem Durchgang bestand darin, dass das Projekt einen erheblichen Zuwachs an Mentees erfuhr: Waren es im ersten Durchgang noch 13 Jungen, die von der  1:1 Betreuung profitierten, so waren es im Anschlussprojekt 31 männliche Schüler, denen ebenfalls 31 Mentoren aus Wirtschaft und Medizin, Ingenieurswesen, Recht, Medien und Bildung beratend zur Seite standen.

70% der Altmentoren waren bereit, auch den zweiten Durchgang zu begleiten. Nach eigener Aussage ist dies ein Ehrenamt der besonderen Art. Dass auch Umwege und unterschiedliche berufliche Ansätze zum Erfolg führen können, dass u.U. „der Weg das Ziel sein kann“, ist immer wieder eine Mut machende Erfahrung für die jungen Mentees.

Im dritten Durchgang, Schuljahr 2012/13 lag der Schwerpunkt auf der Erweiterung der Zielgruppe durch die Öffnung des Projektes auch für leistungsstarke Mädchen. Die Resonanz war sehr gut und das enorme Interesse von Seiten der Mentoren und die daraus resultierende hohe Anzahl an Bewerberinnen und Bewerbern ermöglichte es, auch weitere Schüler aus dem Aktionsraum mit einzubeziehen, da nicht nur Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte, sondern häufig auch jene aus bildungsfernen Familien im Aktionsraum ihre schulische Qualifikation nicht in eine adäquate berufliche Bildung umsetzen können.

Verantwortung übernehmen heißt seine Ausbildung aktiv zu gestalten

 

 

Eine Bedingung für die Teilnahme am Mentoring ist, dass es sich um zielstrebige, leistungsstarke und zuverlässige Schüler und Schülerinnen aus den Klassen 9 und der EP handelt, die bereit sind, die Interaktionsprozesse mit den Mentoren, aber auch die mit den Projektleiterinnen aktiv zu gestalten. In diesem Sinne übernehmen die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für die aktive Gestaltung ihrer persönlichen und später auch beruflichen Zukunft.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist auch, dass die Projektleiterinnen immer wieder auch ehemalige Heisenberger gewinnen konnten, die das Programm mit Ausdauer und Begeisterung unterstützen.  Auch für das Schuljahr 2014/15 gibt es wieder eine große Zahl von Interessenten, die den Fortbestand des Projektes garantieren.

Informationen zu unserem Mentoring-Projekt können Sie auch diesem Flyer im pdf-Format entnehmen.

Projektleitung:

Ute Kampmann –Aktionsraumbeauftragte der Stadt Dortmund

Petra Eick –Vertreterin des HeiG, begleitende Lehrkraft

Claudia Karweick –Vertreterin des HeiG, begleitende Lehrkraft