Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Nach mehr als einem Jahr Vorbereitungszeit freute sich unsere Schule am Donnerstag, 04.04.2019 über die offizielle Aufnahme in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Dieses Netzwerk ist offen für alle Schulmitglieder, die sich besonders engagieren das Schulklima aktiv mitzugestalten, indem sie sich „bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden“. Dem Netzwerk gehören bundesweit über 2.700 Schulen an (siehe https://www.schule-ohne-rassismus.org/wer-wir-sind/10-fragen-10-antworten/ Stand: Mai 2018).

In der 50-jährigen Geschichte des Heisenberg-Gymnasiums haben die Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichen Nationalitäten, Kulturen und Religionen das Schulleben vielfältig bereichert.

Auf die Initiative der Schülervertretung hin erfolgte eine umfassende Unterschriftensammlung bei Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft für die Teilhabe an diesem Netzwerk. Die SV hatte mit Fortbildungen und konstruktiven Gesprächen den Weg vorbereitet für diesen Tag, an dem die gesamte Schulgemeinde offiziell die Selbstverpflichtung eingegangen ist sich aktiv für die Unterstützung Diskriminierter einzusetzen. Die Schulgemeinschaft bekundet so mit wachem Blick denen zu helfen, die Vorurteilen oder Ausgrenzung wegen ihrer Nationalität oder Herkunft, wegen ihrer Religion oder Kultur, Hautfarbe oder Geschlecht erfahren. Einher geht die Bereitschaft, auch künftig regelmäßig Projekte und Aktionen zum Thema in der Schule durchzuführen.

In den vergangenen Monaten hat die SV viele Ideen zusammengetragen, wie die Aufnahme in das Netzwerk mit einer Feierstunde unter Beteiligung vieler Schülerinnen und Schüler gestaltet werden kann.

So setzten zwei Grundkurse Kunst der Einführungsphase die Thematik künstlerisch um und bereicherten mit ihren Werken die Feier.

Filmisch setzten Schülerinnen und Schüler in ihren unterschiedlichen Muttersprachen ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, indem sie per Video ein klares Statement gegen „racism“ und für Toleranz, Respekt, Verständnis, Rücksichtnahme etc. aussprachen.

Die Musik des Schulorchesters - unter der Leitung von Andrea Aufmkolk und Martin Knust - stimmte in die Feier ein. Die Titelmelodie aus Schindlers Liste, dargeboten mit der Soloviolinistin Elisabeth Bovensmann (Q 1) untermalt von Fotografien aus dem ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz, zusammengestellt von Theresa Nguyen (Q 2), bildete den emotionalen Auftakt.

Nach den Ansprachen durch die Schulleiterin, Ulrike Eisenberg, und die SV-Vertreter Dennis Boszczon (Q 2) und Abdelmalek Abaraghoin (Q 1) sowie einem weiteren Auftritt des Schulorchesters begann das von Vivien Steinrücke und Berk Eraslan geführte Interview von Herrn Oberbürgermeister Sierau, der die Patenschaft für das Netzwerk für das Heisenberg-Gymnasium übernommen hat.

In der feierlichen Übergabe der Urkunde zur Mitgliedschaft durch Frau Krieling von der Stadt Dortmund für das Netzwerk „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ und einer beeindruckenden Schweigeminute, eingeleitet durch Julia Rabinovych endete diese besondere Veranstaltung stimmungsvoll mit dem Lied „Freiheit“, vorgetragen von der Klasse 5d unter der Leitung von Herrn Sander.

Für die höheren Jahrgangsstufen ging dieser Tag, der allen Beteiligten sicherlich im Gedächtnis bleiben wird, im Pädagogischen Zentrum weiter:

Dort fand die Aufführung der „NSU-Prozesse“ durch die „Bühne für Menschenrechte“ statt, in der höchst beeindruckend Familiengeschichte bzw. Schicksal der Angehörigen der ermordeten Opfer der NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) dargestellt wurde. Die tiefe Betroffenheit und die Wirkung des Appells des Theaterstücks zeigte sich in der Diskussionsrunde, mit der dieser Tag für das HeiG zu Ende ging.

Schule ohne Rassismus

SV

Klasse 5d

Eine Minute

Schülersprecher

Theater